Klassenfahrt nach Rostock auf die "Likedeeler"

Das schwimmende Schullandheim

 

Etwas aufgeregt waren wir schon alle, als wir am Morgen des 16. Juni 2008 mit dem Regional- Express nach Rostock fuhren. Immerhin war das kein normales Schullandheim, das wir ansteuerten, es war das Jugendschiff „Likedeeler“. Dieses ehemalige Küstenmotorschiff liegt am Ufer des Flusses Warnow festgemacht, zwischen dem Hafen von Rostock und dem Hafen von Warnemünde. Nachdem wir das Schiff gefunden hatten, gab es warmes Essen, eine Unterweisung und eine Führung durch das Schiff. Wissenschaft und Seemannschaft kamen nicht zu kurz, es wurde mit Flusswassertropfen mikroskopiert und es wurden unter Anleitung Knoten geknüpft.

Am nächsten Tag gab es den ersten von mehreren Höhepunkten: Wir fuhren in Gruppen zu 10 Personen mit 2 Kuttern und dem Zeesboot (historisches Fischerboot) nach Warnemünde. Nach dem Anlegen und dem „auf den Kai klettern“ bummelten wir durch Warnemünde bis fast zur Mole. Dort hatten wir vom Leuchtturm aus eine tolle Aussicht, bevor es an den Strand ging. Direkt vor dem DLRGStand war unser Lagerplatz und bei leuchtend blauem Himmel und strahlender Sonne ging es ab in die Ostsee. Neben Spielen und Schwimmen im kühlen Wasser kam auch das Errichten von Häfen, Deichen und vielen Sandbauten nicht zu kurz. Da wir alle unsere Lunchpakete dabei hatten und von Frau Gabriel Mineralwasser eingekauft worden war, konnten wir es stundenlang am Strand aushalten. Dann ging es zurück zum Schiff mit der S-Bahn, wobei wir vorher am Bahnhof noch Ansichtskarten kauften. Und das Abendessen schmeckte nach so viel Bewegung in frischer Luft doppelt so gut. Wir fielen nach Gebrauchsknoten und Poolbillard müde in unsere Kojen.

Am nächsten Tag war Gesundheit angesagt. Nach morgendlichem Wassertreten (vor dem Herr Schauer sich drückte) ging es mit einer Schatzsuche, mit Tischdecken und Herstellen gesunder Gemüsespieße weiter. Die Spieße schmeckten ganz gut, auch das Obst, das als „Schatz“ gefunden worden war, war recht lecker. Das Nachmittagsprogramm wurde wegen des schönen Wetters „gekippt“, denn wir wollten mehrheitlich noch einmal an den Strand. Also fuhren wir noch einmal mit der S-Bahn nach Warnemünde, wo eine Gruppe mit Frau Gabriel Mineralwasser kaufen ging und die Hauptgruppe mit Herrn Schauer den alten Lagerplatz am Strand besetzte und gegen die Möwen verteidigte. Mit Frau Gabriel kam dann als Überraschung für jeden ein Eis mit. Wieder waren Strand, Sonne und Wasser so schön wie am Vortag, so dass wir uns überhaupt nicht trennen konnten. So verpassten wir auch eine S-Bahn und kamen etwas zu spät zum Grillen. Diesmal gab es Würste und Bouletten, Tomaten, Pilze, Baguette und noch gegrillte Bananen. Zum Nachtisch war gekaufter Obstsalat zu haben. Einige Kinder spielten Volleyball, bald liefen aber alle zum Warnowstrand und gingen noch einmal ins Wasser. Und wieder fielen wir nach Duschen und Zähneputzen müde in die Betten.

Und dann kam der Abschied. Schweren Herzens räumten wir nach dem Frühstück unsere Kabinen bzw. unsere Wohncontainer und brachten unser Gepäck in den Transporter, der es später zum Bahnhof bringen sollte. Wir hatten für den Vormittag noch ein Besichtigungsprogramm auf dem Museumsschiff im Gartenschaugelände. Dieses alte Frachtschiff ist zu einem Schiffsmuseum umgebaut worden, in dem verschiedene Ausstellungsstücke zu sehen sind. Außerdem kann man auch die wichtigsten Einrichtungen des Schiffs (die Kommandobrücke oder den Maschinenraum) besichtigen. Wie immer war auch diesmal wieder die Zeit viel zu kurz, denn wir mussten pünktlich am Bahnhof sein. Dort verabschiedeten wir uns noch von Herrn Schilling, der nicht nur Knoten zeigen, Kartentricks vorführen und grillen kann, der auch das Zeesboot führte und viele Fragen beantworten konnte. S-Bahn und Regionalbahn brachten uns dann nach Berlin-Südkreuz, wo vier schöne, ereignisreiche Tage ihren Abschluss fanden.

 

J. Schauer, Juli 2008

 

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